Sommerjob Verkäufer/in am Erdbeer-, Spargel- oder Obststand

Kategorie: Jobsuche

Es gibt viele Arten, neben dem Studium Geld zu verdienen. Die einen geben Nachhilfe, die anderen arbeiten an der Uni als studentische Hilfskraft und wieder andere steigen direkt in Teilzeit als Werkstudenten ein. Neben diesen bekannten Modellen gibt es aber auch noch die Möglichkeit der kurzfristigen Beschäftigung. Gerade saisonale Unternehmen suchen immer wieder kurzfristig motivierte Mitarbeiter für den Verkauf von Obst und Gemüse.

Zugegeben, hier verdienst du nicht gerade Millionen. Trotzdem ist dieser Job so beliebt, dass jedes Jahr die Stände vor lauter Studenten fast überlaufen. Irgendwas muss also dran sein an diesem Sommerjob als Verkäufer/in am Obst- oder Gemüsestand. Hier erfährst du nicht nur, was die Vorteile dieses Jobs sind, sondern auch, welche Aufgaben dich in diesem Job konkret erwarten.

Und wenn du danach überzeugt bist, dass du ab sofort einen reißenden Absatz von Früchten an den Mann oder die Frau bringen willst, dann lies noch, was du bei deiner Bewerbung beachten musst und welche Hürden bei den einzelnen Unternehmen auf dich warten. Wenn du dann noch die persönlichen Voraussetzungen erfüllst, kannst du dich auf den Weg zum nächsten Obststand machen und an den Verkauf von Obst oder Gemüse wagen.

Verkauf von Obst und Gemüse am Stand: Das sind die Vorteile

Ganz ehrlich, es gibt spannendere Jobs, als den Sommer in einer roten Erdbeere sitzend zu verbringen. Aber erstens ist dieser Job zwar nicht unbedingt ein Karriereboost, dafür aber ein kulinarisches Highlight (nach Feierabend, versteht sich). Und zweitens: Schlimmer geht es immer! Die folgenden Punkte sind die häufigsten Gründe für Studenten, die in ihren Semesterferien Früchte verkaufen:

  • Du arbeitest draußen. Manchmal sogar direkt an einem Feld, oder wenigstens auf einem gemütlichen Bauernmarkt. Da lässt sich der Sommer viel besser aushalten, als in einem staubigen Büro.
  • Beim Verkaufen von Obst oder Gemüse machst du dich nicht gerade kaputt. Außer natürlich, du stehst mit deinem Stand direkt bei Stau an der A7. Ansonsten heißt es, zurücklehnen und auf die nächsten Kunden warten. Manche Studenten haben hier schon ganze Memoiren verfasst.
  • Im Verkauf von Obst oder Gemüse arbeitest du saisonal. Das bedeutet, du hast während des Semesters den Rücken frei. Besonders in Klausurenphasen werden dich alle deine Kommilitonen für diese Schlauheit bewundern.

Obst verkaufen am Stand: Was kommt auf dich zu?

Auch hier gibt es nur positive Nachrichten. Während du bei anderen Studentenjobs tausend Fristen einhalten musst, mit Projekten jonglierst und dich in langwierige Excelprogramme einlesen musst, ist der Verkauf am Stand kein Hexenwerk. Nach diesem Job gehst du genauso entspannt nach Hause, wie du gekommen bist. Die folgenden Hauptaufgaben erwarten dich:

Auf- und Abbau des Verkaufsstandes sowie die Einrichtung der Verkaufsfläche. Bei der berühmten Erdbeere, in der du sitzt, ist das schnell erledigt. Aber auch andere Stände sind in einer Viertelstunde aufgebaut. Schnell noch ein, zwei Worte mit dem Lieferanten gewechselt und schon kann es losgehen.

Beschriften von Verkaufs- und Werbetafeln. Manchmal variieren die Preise oder besondere Angebote sollen Kunden anlocken. Das ist deine Aufgabe.

Der Verkauf von Obst oder Gemüse. Deine Haupttätigkeit besteht in dieser Aufgabe.

Kassensturz und Übergabe des Standes. Am Abend oder bei Schichtwechsel sollten eine sauber geführte Kasse sowie eine Übersicht der Bestände vorhanden sein.

Je nach Unternehmen können natürlich auch mehr Aufgaben dazu kommen. Generell aber hast du als Verkäufer von Obst oder Gemüse keinen schwierigen Job zu meistern.

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Lebensmittel verkaufen: Hast du das Zeug dazu?

Auch wenn du nicht unbedingt das Rad neu erfinden musst, ist es doch gut, einige Eigenschaften von Natur aus mitzubringen, damit dir dein Sommerjob auch Spaß macht. Wenn die Kunden irgendwann einen großen Bogen um deinen Stand machen und du alles Obst oder Gemüse selbst essen musst, ist das nicht unbedingt die beste Referenz. Schau also lieber einmal nach, ob die folgenden Stärken auf dich zutreffen.

Sicherer Umgang mit Zahlen. Gerade an einem Stand hast du es selten mit einer Highend- Kasse zu tun. Stattdessen eher mit einem Taschenrechner oder manchmal einfach auch deinem Gehirn. Kopfrechnen wirst du am Ende des Sommers können!

Zuverlässigkeit. Gleitzeit ist nicht unbedingt das Schlagwort beim Obst- und Gemüseverkauf. Wenn du Schicht hast, musst du auch anwesend sein. Sonst besetzt deine geliebte Erdbeere schneller ein anderer Kandidat, als du gucken kannst.

Freundlichkeit und Ausdauer. Ja, auch wenn Oma Erna am dritten Tag hintereinander kommt und dir über ihre 20 Enkel berichtet, solltest du zuhören. Oder wenn die Sonne knallt und dir eher nach Siesta als nach Verkauf der Sinn steht.

Ein gutes Gedächtnis. Ist das Obst gespritzt? Mit welchen Mitteln wurde gedüngt? Gibt es nicht ab 2kg Rabatt? Wenn du bei jeder Frage erst telefonieren musst, wird das ein langer Sommer. Versprochen.

Obst verkaufen: Deine Bewerbung und der Start in den Sommerjob

Noch eine gute Nachricht gibt es: Um einen Job an einem Stand in der Nähe zu ergattern, musst du keine Hochglanzbewerbung in das passende Format quetschen, sondern einfach eine Kurzbewerbung erstellen. Auch ein Motivationsschreiben ist meistens nicht nötig. Viel wichtiger sind der persönliche Kontakt und die klare Kommunikation von Rahmenbedingungen.

So will das Unternehmen immer wissen, wie oft und wann du einsetzbar bist. Erfahrung im Verkaufen von Obst und Gemüse ist zwar immer hilfreich, aber keine Bedingung. Passende Stellenanzeigen findest du am besten online oder direkt in der Lokalzeitung. Hör dich auch im Freundes- und Bekanntenkreis um. Hier warten häufig die besten Angebote.

Wenn du dich nun mit den beschriebenen Aufgaben angefreundet hast, die persönlichen Stärken alle zu deinen Kompetenzen zählen und das passende Jobangebot vor dir liegt, dann achte noch auf die folgenden Hinweise. So endet dein Sommerjob genauso entspannt, wie er begonnen hat.

Gib Schwarzarbeit keine Chance! Auch wenn du beim befreundeten Bauern aushilfst, solltest du einen Arbeitsvertrag unterzeichnen und deine Einnahmen dem Finanzamt melden.

Auch bei saisonalen Einsätzen gilt der Mindestlohn. Lass dich daher nicht mit niedrigeren Stundensätzen abspeisen. Trinkgeld erwartet dich am Obststand selten.

Behalte auch den Fahrtweg im Hinterkopf, den du jeden Tag zurücklegen musst. Gerade wenn du in der Großstadt wohnst, lohnt sich der niedrige Stundenlohn manchmal aufgrund der Anfahrtszeiten nicht.

Beachte deine Verdienstgrenzen, besonders wenn du BAföG beziehst. Auch die kostenlose Krankenversicherung über die Familie hat Grenzen. Eine genaue Kosten-Nutzen-Analyse bewahrt dich davor, „umsonst“ arbeiten zu gehen.

Hinweis: Unsere Artikel richten sich an alle Geschlechter. Für eine leichtere Lesbarkeit verwenden wir jedoch das generische Maskulinum. Deine stellenwerk Redaktion.


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Über die Autorin: Sofia Nelles ist waschechte Digital Native und Masterstudentin an der HAW Hamburg. Sie ist begeistert von fertigen To-Do-Listen, gutem Wetter in Hamburg und Out-of-the-Box Ideen.