10 Tipps gegen Prüfungsangst im Studium

Kategorie: Studentenleben

Prüfungsangst ist ein großes Tabuthema unter Studenten. Dabei leiden aber fast ein Viertel aller Studierenden unter diesem Phänomen. Bis hin zum Abbruch des Studiums kann sie führen, diese Angst, die sich so schlecht in Worte fassen lässt. Von einem grummelnden Magen über zittrige Hände bis zum kompletten Blackout ist alles möglich.

Gerade aber in der Prüfungsphase kannst du so einen Totalausfall, der deine Konzentrations- und Leistungsfähigkeit beeinträchtigt, nicht gebrauchen. Das wiederum baut erneut Druck auf, die Angst endlich zu besiegen. Diese Spirale kann nur unterbrochen werden, indem man das Kind beim Namen nennt. Blackouts und Prüfungsangst im Studium sind keine Schande, sondern ganz schlicht die Angst, das Geforderte nicht leisten zu können.

Bei den einen ist diese Angst tatsächlich realistisch. Hier hilft nur eine Überprüfung der Eignung des Studienfachs oder verbesserte Lerntechniken. Damit erreichst du schon einmal eine ganze Menge. Aber auch die folgenden Tipps helfen dir dabei, die Prüfungsangst vielleicht nicht direkt zu besiegen, aber immerhin unter Kontrolle zu bekommen. Wenn du allerdings auch körperliche Auswirkungen hast, ist professionelle Hilfe die beste Wahl.

#1 Mach mal Pause. Auch in der Prüfungszeit!

Vor Prüfungen Nachtschichten einzulegen und pausenlos zu lernen, gehört unter Studenten fast schon zum guten Ton. Dabei ist genau diese Methode das Schlechteste, was du dir als Kandidat mit Prüfungsangst antun kannst.

Du stehst ohnehin schon unter Strom, dein Körper schüttet Stresshormone aus und deine Konzentrationsfähigkeit wird schlechter. Effizientes Lernen sieht anders aus. Ein guter Tipp dazu ist die Pomodoro-Technik. Hier verbindest du Konzentrationsphasen mit geplanten Pausen. So behältst du den Stoff viel besser im Kopf, was dir gleichzeitig hilft, deine Angst zu überwinden.

#2 Schlaf dich schlau.

Dein Kopf muss genügend Zeit haben, das Gelernte zu verarbeiten und abzuspeichern. Das funktioniert nur, wenn du sogenannte Tiefschlafphasen durchläufst. Das kann man mit einer aufgeräumten Speicherplatte vergleichen. Oder einem Schreibtisch. Wie groß ist die Chance, gerade eine gesuchte Notiz zu finden, wenn der Schreibtisch mit Informationen zugemüllt ist?

So geht es auch deinem Gehirn. Ein wichtiger Tipp ist daher, besonders in der Prüfungsphase, mindestens acht Stunden pro Nacht zu schlafen. Das hilft manchmal mehr als jede Nachtschicht. 

#3 Fütter dein Hirn!

Spitzensportler achten auf eine ausgewogene Ernährung. Genug trinken und ein leichtes Frühstück sind vor jedem Wettkampf Pflicht. Studenten dagegen bestellen sich beim halbjährlichen Lernmarathon um Mitternacht Pizza und verzichten auf das Frühstück. Von Energiedrinks, Kaffeeorgien und Cola zum Frühstück ganz zu schweigen.

Damit tust du dir keinen Gefallen. Natürlich gibt es auch Kommilitonen, die ihr Studium damit ohne Probleme meistern. Aber wenn du unter Prüfungsangst leidest, solltest du auf deinen Körper achten und ihn eher beruhigen als aufputschen. Viel stilles Wasser, Obst und ausreichend Kohlenhydrate sind Futter für deine Nerven. Probiere auch einmal Paranüsse vor dem Einschlafen: Mit dem hohen Gehalt an Magnesium beruhigen sie dich und sind gleichzeitig sehr gut für das Gehirn.

#4 Rückzug: Die Prüfungsangst anderer Studenten

In einem Studium geht es vor einer Prüfung manchmal zu wie im Hühnerstall. Panisch hocken alle aufeinander, machen sich mit den Horrorgeschichten der höheren Semester verrückt und versuchen, auf Lücke zu lernen. Direkt vor der Prüfung ist die Atmosphäre unter den Studenten am Schlimmsten.

Ein Tipp für dich ist daher, deine Kommilitonen in den Tagen vor der Prüfung zu meiden. Auch wenn ihr vorher alle Höhen und Tiefen des Studiums zusammen gemeistert habt: Der soziale Beistand wird dir nicht helfen, deine Angst zu überwinden. Im Gegenteil: Der Gruppendruck unter Studenten, selbst wenn es nur positiv gemeint ist, macht dir noch mehr Stress.

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#5 Sport vor der Prüfung: Ohne Prüfungsangst in die Uni

Ein weiterer Fehler vieler Studenten in der Prüfungszeit ist das Herunterfahren von körperlicher Aktivität. Jede freie Minute will zum Lernen genutzt werden, was bringt es da, joggen zu gehen? Eine ganze Menge! Indem du dich körperlich betätigst, hilfst du deinem Gehirn, runter zu kommen und das Studium kurz zu vergessen.

Allerdings solltest du vorsichtig sein. Am Tag der Prüfung plötzlich das erste Mal laufen zu gehen oder das neue Rennrad auszuprobieren, ist nicht unbedingt die beste Idee. Schließlich bist du durch die bevorstehende Prüfung nicht hundertprozentig bei der Sache.

#6 Rechtzeitig lernen will geplant sein!

Es war klar, dass dieser Tipp kommt, oder? Die chronische Prokrastination hat sehr viel mit Prüfungsangst zu tun. Das Lernpensum ist im Studium immer hoch und die Angst es nicht zu schaffen, wird umso größer, je später du mit dem Lernen anfängst.

Mach dir daher schon zu Beginn des Semesters einen Plan, wie du den Stoff schaffen kannst. Am besten lernst du in den Pausen direkt in der Uni. Denn wenn du erst einmal zuhause angekommen bist und die Prüfungen noch weit entfernt sind, ist das Aufschieben sehr viel einfacher.

#7 Die Memoiren deines Studiums: So hat Prüfungsangst keine Chance!

Anderen Menschen hilft es ihr Leben zu bewältigen. Warum nicht dir dann auch dein Studium zu packen? Ein Tagebuch über deine Erfolge im Studium ist eine gute Möglichkeit, möglichen Panikattacken vorzubeugen. 

Wenn dann die altbekannte Prüfungsangst wieder hochkommt, kannst du einfach nachlesen, was du schon alles geschafft hast. Das gibt Selbstvertrauen und hilft dir, die Nerven zu bewahren. Du musst ja nicht jede einzelne Vorlesung deines Studiums protokollieren. Aber mindestens deine Freude nach einer bestandenen Prüfung!

#8 Der Tag der Entscheidung

In jedem Studium kommt der Tag, an dem du morgens schon mit einem flauen Gefühl aufwachst. Der Gang in die Uni macht es nicht unbedingt besser. Spätestens in der Klausur ist die Prüfungsangst dann hoffentlich überwunden. 

Was dir hilft, den Stresspegel niedrig zu halten, ist gute Planung. Pack dir schon am Tag vorher deine Tasche zusammen. Ein vergessener Taschenrechner, Duden oder eine Formelsammlung sind nicht wirklich hilfreich dabei, Prüfungsangst zu überwinden. Auch der Weg will geplant sein. Auf die letzte Minute in die Prüfung zu hetzen, kommt nicht gut.

#9 Blackout: Das hilft wirklich

Du hast es pünktlich in die Klausur geschafft? Wunderbar. Manchmal ist der Stresspegel dann aber so hoch, dass dein Gehirn eine Schutzfunktion einschaltet: den Blackout. An dieser Stelle erst einmal herzlichen Glückwunsch an alle Studenten: Eure Gehirne funktionieren anscheinend einwandfrei.

Nun gilt es nur, das Ding wieder hochzufahren. Dazu hilft es, mal an etwas ganz anderes als das Studium zu denken. Vielleicht an die Belohnungspizza (bei weiteren Klausuren bitte Salat), die zuhause wartet? Alternativ kannst du auch mit den Zehen wackeln und so den Krampf lösen. Es wird schon wieder!

#10 Prüfungsangst: Was ist das Schlimmste, was passieren kann?

Vor der Prüfung, während der Prüfung und auch danach: Was passiert eigentlich wirklich, wenn du durchfällst? Okay, beim Drittversuch steht dein Studium auf dem Spiel. Und dann? Versuch, dem Monster des Versagens die Zähne zu ziehen. Mit diesem Tipp bleibst du ganz entspannt. Egal, was passiert.

Hinweis: Unsere Artikel richten sich an alle Geschlechter. Für eine leichtere Lesbarkeit verwenden wir jedoch das generische Maskulinum. Deine stellenwerk Redaktion.


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Über die Autorin: Sofia Nelles ist waschechte Digital Native und Masterstudentin an der HAW Hamburg. Sie ist begeistert von fertigen To-Do-Listen, gutem Wetter in Hamburg und Out-of-the-Box Ideen.