Wie schaffst du deinen Abschluss trotz Mathe im Studium?

Kategorie: Studentenleben

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Hast du dir nach dem Abi direkt gedacht „Super, endlich kein Mathe mehr!“? Das geht vielen so! Nach dreizehn frustrierenden Jahren Matheunterricht, will man endlich nicht mehr rechnen müssen. Doch im Studium kann es sein, dass du plötzlich ernüchtert feststellst, dass Mathe ein wesentlicher Bestandteil deines Studiengangs ist – selbst in so manchen Fächern wie Chemie, Biologie, Sozialwissenschaft, Psychologie uvm., bei denen man es niemals angenommen hätte, braucht man Mathekenntnisse. Jetzt stehst du vielleicht vor einem Problem. Doch soll das nun heißen, dass du das ganze Studium gleich vergessen kannst, nur weil du in Mathe nur Spanisch verstehst? Keine Angst – wenn du ein paar Dinge beachtest, kannst du Mathe im Studium auf jeden Fall bestehen!

Ja, aller Anfang ist schwer…

In der Schule reichte es aus, das Schulbuch einigermaßen zu kennen, sich den Stoff aus dem Unterricht gut einzuprägen und einen allgemeinen Überblick darüber zu haben, was der Lehrer von dir erwartet. Im Studium wird das Ganze schon etwas anspruchsvoller. Du weißt nicht, welche Kenntnisse in der Prüfung wichtig sein werden und kannst deinen Dozenten nicht so einfach auf mathespezifischen Fragen ansprechen. Am Prüfungstag fühlst du dich dann schon mal verloren. 
Du brauchst aber nicht gleich zu verzweifeln. Bei der fachlichen Vorbereitung geht es nämlich nicht darum, Mathe komplett zu beherrschen, „weil ja alles Mögliche drankommen könnte“. Nein, es reicht schon, deine (ganz sicher vorhandene) natürliche mathematische Begabung durch den stetigen Aufbau von mathematischen Kompetenzen zu fördern und das Wesen der Mathematik wenigstens in Ansätzen zu verstehen. Am schlausten gehst du daher vor, wenn du den Schwerpunkt beim Lernen auf diese Themen setzt:

  1. Ganz grundlegende Rechenkompetenzen, also Fertigkeiten wie das Rechnen mit Brüchen, Umformen von Termen, Lösen von Gleichungen und Ungleichungen, der Umgang mit Funktionen und das Skizzieren von Funktionsgraphen. 
  2. Die mathematische Sprache (Fachbegriffe)
  3. Die Grundlagen der Logik
  4. Beweistechniken (das richtige Herleiten von Aussagen)
  5. Problemlösungsstrategien (was tun, wenn du die Aufgabe siehst und dir kein Ansatz für eine Lösung einfällt)

Wenn du diese wichtigsten mathematischen Grundlagen lernst, baust du dir nach und nach die nötigen mathematischen Kompetenzen auf. Die fachliche Vorbereitung gibt dir dann ein Gefühl der Sicherheit. Und das kannst du vor allem zu Anfang deines Studiums beim Übergang von der Schulmathematik zur Hochschulmathematik sehr gut gebrauchen. Das Ziel des Ganzen ist, dass du während dieser Vorbereitung deine Fähigkeit analytisch und logisch zu denken vergrößerst. Dann bist du wirklich gut gerüstet, wenn es im nächsten Seminar mal wieder plötzlich mathematisch wird. 

Halte dich dann aber ran und ruhe dich nicht auf deinen Lorbeeren aus! Dein Verständnis für Mathe entwickelt sich nur dann weiter, wenn du regelmäßig übst. Dann nämlich bekommst du ein Gefühl dafür, wie du Zusammenhänge zwischen einzelnen Konzepten miteinander verknüpfst. Denn ganz oft ist es in der Mathematik so, dass unterschiedliche Theorien aufeinander aufbauen. Dann kannst du der Reihe nach vorgehen und mit den weniger komplizierteren Vorgehensweisen beginnen, bevor du dann zu den schwierigeren Themen kommst, die darauf aufbauen. 

Tipps & Tricks

Fleiß und strukturiertes Vorgehen sind zwar das A&O beim Vorankommen in Mathe, aber es gibt da noch so ein paar Tricks, die auch einiges bewirken können:

  • Hol dir so viel hilfreiches Material wie möglich. Das kann Unterrichtsstoff aus der Schule sein, wenn du noch alte Hefte zuhause hast, aber auch die alten Aufgabenblätter von Studenten, die ein Semester weiter sind als du. Oder du fragst deinen Dozenten oder ehemaligen Lehrer danach, welche Mathe-Bücher er dir eventuell empfehlen kann.
  • Schau dir an, was in den Prüfungen der Studenten im Semester vor dir dran kam. Finde heraus, was die relevanten Themen waren. Vielleicht kommst du sogar an Prüfungsunterlagen der vergangenen Jahre? Anhand dieser kannst du versuchen, eine Art roten Faden zu erkennen. Also Arten von Aufgaben, die immer wieder vorkamen. Dann bekommst du ein Gefühl für die Prüfungsstruktur (mit Form und Art der Aufgaben).  Konzentriere dich dann einfach am stärksten auf diejenigen Themen, die häufig vorkamen. 
  • Lies dir den Stoff aus dem Seminar oder der Vorlesung direkt am gleichen Tag noch einmal aufmerksam durch. Durch eine aktive Lektüre kannst du dir alles noch einmal durch den Kopf gehen lassen und dabei einerseits Neues lernen und andererseits bereits verstandenes Wissen festigen.
  • Wie wäre es mit einer Art Vokabelheft für mathematische Begriffe? Mach dir eine Liste mit den Namen der Theoreme, Definitionen und allen im Seminar vorgekommenen Begriffen. Diejenigen, die du nicht verstanden hast, schlägst du zuhause nach und füllst so dein Vokabelheft stetig weiter.
  • Gehe nach der Vorlesung alles noch einmal ganz in Ruhe im Kopf durch. Nimm dir da ruhig etwas Zeit. Versuche, die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Themengebieten herzustellen und wirklich zu verstehen. Wenn du den Ausgangspunkt festhalten kannst und ihn logisch verstehst, kannst du erkennen, wie sich die anderen Themen daraus entwickeln.
  • Um deinen Erfolg beim Lernen noch zu beschleunigen, kannst du damit anfangen, deinen Kommilitonen bei ihren Problemen und Fragen in Mathe-Angelegenheiten zu helfen. Durch die Wiederholung der Konzepte verinnerlichst und festigst du einerseits dein eigenes Wissen und tust deinem Gegenüber obendrein noch einen großen Gefallen. Und wenn er dann mal etwas vor dir verstanden hat, wird er dir sicher im Gegenzug ebenfalls weiterhelfen. Profitiert voneinander!
  • Aber von all diesen Tipps ist das regelmäßige Üben im Grunde der wichtigste. Probiere zwischendurch immer wieder, den gelernten Stoff anzuwenden. Denn was nützt dir das ganze theoretische Wissen, wenn du dann Schwierigkeiten hast, dieses praktisch in der Prüfung zu nutzen? Dabei stellt sich jetzt vielleicht die Frage, wie du das anstellen kannst. Gehe zum Beispiel ausgedachte Aufgaben durch, um zu sehen, ob du die Methoden nicht nur verstanden hast, sondern auch tatsächlich praktisch anzuwenden weißt. Prüfe so immer wieder deinen wahren Leistungsstand. Oder probiere es auch mal mit Videos zur Festigung des Wissens. Auf YouTube und diversen Lernvideo-Portalen gibt es mittlerweile zu so gut wie jedem Thema der Mathematik ganz viele gute Videos. Hier kannst du dir also noch mal zu unterschiedlichen Problemstellungen die Zusammenhänge und Lösungsweise verdeutlichen lassen. Und wenn etwas nicht gleich klar wird kannst du zurückspulen oder dich in den Kommentaren mit anderen Lernenden austauschen. 
     

Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Kooperation.