5 überlebenswichtige Tipps für dein nächstes Telefoninterview

5 überlebenswichtige Tipps für dein nächstes Telefoninterview

Kategorie: Vorstellungsgespräch

Ein Bewerbungsgespräch in Form eines Telefoninterviews zu absolvieren ist längst nicht mehr ungewöhnlich. Viele Firmen betrachten es als unkomplizierte Vorauswahl, um potentielle zukünftige Mitarbeiter von uninteressanten Kandidaten zu trennen. Falls dir ein solches Gespräch angeboten wird, darfst du dir schon einmal vorab gratulieren: Du bist damit definitiv in der engeren Auswahl für die gewünschte Stelle gelandet. Das bedeutet, dass es vom positiven Verlauf des Telefoninterviews abhängt, ob du für den entscheidenden nächsten Schritt im Auswahlverfahren – das persönliche Bewerbungsgespräch – in Betracht kommst. Wir verraten dir hier ein paar Tipps und Tricks, mit denen es bestimmt klappt.

Tipp 1: Eine perfekte Vorbereitung steigert deine Chancen

Dazu gehört nicht nur, die Details der eigenen Biographie im Schlaf herunterrattern zu können. Wichtig ist vor allem, sich bewusst zu machen, dass für ein Interview per Telefon oder Skype andere kommunikative Regeln gelten als für ein Interview von Angesicht zu Angesicht. Dein Gegenüber sieht dich nicht. Mimik, Gestik und Haltungsänderungen, die im direkten Gespräch Emotionen verstärken und unterstreichen, bleiben verborgen. Das kann zu Missverständnissen führen. Bereite dich deshalb auf das Telefoninterview vor, indem du dich dafür so kleidest, als würdest du zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch gehen – unbewusst lässt dich das geschäftlicher auftreten und professioneller kommunizieren. Sorge während des Gesprächs für eine ungestörte Atmosphäre: störende Hintergrundgeräusche und Unterbrechungen irritieren deinen Gesprächspartner und hinterlassen einen hektischen, unrunden Eindruck.

Die Sprache ist am Telefon dein wichtigstes Tool: Sprich deutlich und klar, vermeide unnötige Füllwörter sowie umgangssprachliche Ausdrücke. Du möchtest von jemandem verstanden werden, der dich und deinen gewohnten Umgangston nicht kennt! Nicht immer findet ein solches Interview angekündigt und unter „kontrollierten Bedingungen” statt. Es kommt auch vor, dass du spontan angerufen wirst. Überleg dir für solche Fälle schon vorher, wie du am besten reagierst, wenn der Zeitpunkt für den Anruf ungünstig ist. Biete am besten von dir aus Vorschläge für einen günstigeren Termin an. Es ist auch keine schlechte Idee, den Ansagetext deiner Mailbox zu überprüfen, wenn du mit Anrufen von potentiellen Arbeitgebern rechnest: Wirkt er professionell genug? Falls nicht, ändere ihn entsprechend ab! Dasselbe gilt für Statusmeldungen auf VoIP-Anwendungen wie Skype: Porträtfoto und Text sollten sich nicht wesentlich von jenen unterscheiden, die du auch für ein Bewerbungsschreiben verwenden würdest.

Tipp 2: Lebenslauf und Selbstpräsentation

Auf Fragen zu Details deiner persönlichen Biographie solltest du ohne Zögern Antworten haben. Das gilt besonders für eventuelle Lücken im Lebenslauf. Es ist heutzutage nicht mehr außergewöhnlich, einige Zeit im Ausland verbracht, das Studium ein- oder mehrmals gewechselt oder Praktika in unterschiedlichen Berufsfeldern absolviert zu haben. Wichtig ist, dass du argumentieren kannst, welche Vorteile für deine persönliche Entwicklung diese Erfahrungen gebracht haben. Zur Unterstützung kannst du dir während des Gesprächs eine Stichwortliste mit Argumenten bereitlegen.

Tipp 3: Dein zukünftiger Arbeitgeber, der große Unbekannte?

Google ist dein Freund: Recherchiere vor jedem Interview das Geschäftsfeld des Unternehmens so detailreich wie möglich. Wie ist das Selbstverständnis der Firma? Wie präsentiert sie sich im Internet? Welche Werte werden vertreten? Welche Personen sind deine direkten Ansprechpartner und was kannst du über sie herausfinden? Definiere anschließend für dich, wie weit die gefundenen Informationen mit deinen Ansprüchen an einen Arbeitgeber kompatibel sind. Bedenke: Unerwartete Fragen können immer auftauchen, mit entsprechendem Hintergrundwissen werden sie dich aber nicht ins Schleudern bringen.

Tipp 4: Das berüchtigte Frage- und Antwort-Spiel

Damit wären wir schon beim vermutlich gefürchtetsten Punkt eines jeden Bewerbungsgespräches angelangt: Es tauchen Fragen auf, auf die du keine prompten und passenden Antworten findest. Mit etwas Vorbereitung lässt sich das Frage- und Antwort-Spiel jedoch meistern. Zum Beispiel, indem du dir ein paar Floskeln zurechtlegst, mit denen du Zeit gewinnst oder indem du nachfragst, wie etwas gemeint ist. Es hilft sehr, das Szenario mit Freunden ein paar Mal durchzuspielen – mit der Zeit wirst du so zum Profi im authentischen Reagieren auf Unerwartetes.

Tipp 5: Mit Überraschungen rechnen

Tipps zum Abschluss: Es gehört zur Taktik von Personalverantwortlichen, ihre Gesprächspartner mit unerwarteten Herausforderungen zu konfrontieren. Dabei werden weniger Wissen oder Kenntnisse getestet, sondern vielmehr die Fähigkeit, auf Herausforderungen adäquat zu reagieren. Ein Beispiel dafür ist der Wechsel ins Englische nach einer kurzen Ankündigung. Auch das lässt sich üben, indem du beispielsweise einige Zeit lang Englisch als Zweitsprache in deinen Alltag integrierst.